Die Azoren: Inselleben mitten im Atlantik

Die Azoren sind von einer außergewöhnlichen Natur geprägt. In den Vulkankratern liegen smaragdgrüne Seen, Wasserfälle ziehen sich über steile Hänge und die grünsten Weiden reichen bis an den tiefblauen Atlantik. Doch die Landschaft ist nur ein Teil dessen, was die Inseln so besonders macht. Historische Städte, alte Gassen, Herrenhäuser, kleine Häfen und Dörfer zeigen eine andere Seite dieser Inselgruppe, die weit entfernt vom europäischen Festland liegt und ihren ganz eigenen Charakter entwickelt hat.

Was die Azoren als Reiseziel so interessant macht, ist die Vielfalt ihrer neun Inseln. São Miguel verbindet Kraterseen und heiße Quellen mit den Straßen von Ponta Delgada. Pico hat Portugals höchsten Berg, Weinberge und eine lange Geschichte, in der das Meer seit jeher eine wichtige Rolle spielt. Terceira bringt Geschichte und Architektur in dein Abenteuer, während São Jorge, Flores, Graciosa und Corvo vor allem Reisende ansprechen, die ruhigere Landschaften und mehr Abgeschiedenheit suchen. Santa Maria wiederum bietet ein wärmeres und trockeneres Klima und einige der schönsten Strände der Azoren.

Die Azoren sind besonders schön für Reisende, die Natur und Wanderungen mögen und gerne in ihrem eigenen Tempo unterwegs sind. Ob kleines Boutiquehotel, altes Herrenhaus, Landhaus oder eines der traditionellen Ferienhäuser, die teilweise als Adegas bezeichnet werden: Die besten Unterkünfte sind meist klein, persönlich und eng mit ihrer Umgebung verbunden.

Warum auf die Azoren? Fünf gute Gründe

  • Wandern Sie durch außergewöhnliche Vulkanlandschaften, rund um Kraterseen und entlang wilder Atlantikküsten.
  • Beobachten Sie Wale und Delfine in Gewässern, in denen mehr als zwanzig Walarten unterwegs sind.
  • Entdecken Sie Picos einzigartige Weinberge mit ihren Mauern aus schwarzem Basalt, zu Füßen des höchsten Bergs Portugals.
  • Schwimmen Sie in Naturbecken, vulkanischen Lagunen und im klaren Atlantikwasser rund um die Inseln.
  • Erkunden Sie mehrere Inseln und erleben Sie, wie verschieden São Miguel, Terceira, Pico, Flores und ihre kleineren Nachbarn tatsächlich sind.

Wo übernachten auf den Azoren?

Auf den Azoren finden Sie eine schöne Auswahl an kleinen Hotels, Pousadas, Herrenhäusern, Bed & Breakfasts und eigenständigen Ferienhäusern.

Besonders reizvoll sind die charmanten Ferienhäuser und Cottages, die über die Inseln verstreut liegen. Manche sind umgebaute traditionelle Steinhäuser oder alte Adegas, andere zeitgemäße Cottages und Villen mit Blick auf den Atlantik. Sie eignen sich für eine romantische Auszeit zu zweit ebenso gut wie für einen längeren Familienurlaub. Pico ist besonders attraktiv für naturnahe Aufenthalte, während Ponta Delgada Apartments und kleine Hotels für alle bietet, die lieber städtisch wohnen. Auf Flores und den ruhigeren Inseln überlassen Cottages und Gästehäuser der umgebenden Landschaft die Hauptrolle.

Wenn Sie etwas Bestimmtes suchen, entdecken Sie unsere vollständige, persönlich ausgewählte Kollektion an Hotels und Ferienhäusern auf den Azoren.

São Miguel: Kraterseen, heiße Quellen und Ponta Delgada

São Miguel ist die größte und bevölkerungsreichste Insel des Archipels und für viele Reisende die erste Begegnung mit den Azoren. Ponta Delgada, die Hauptstadt der Insel und eines der wichtigsten Tore zum Archipel, lässt sich gut zu Fuß erkunden. Die schwarz-weiß gepflasterten Straßen, die Kirchen, die Portas da Cidade mit ihren drei Bögen aus dem 18. Jahrhundert, die einst den Zugang zur Stadt vom Meer her markierten, sowie die Restaurants und der Hafen verleihen Ponta Delgada eine ganz andere Atmosphäre als dem ländlichen Inselinneren.

Die größere Anziehungskraft aber geht von der Natur aus. Im Westen liegt Sete Cidades in einer gewaltigen vulkanischen Caldera, während die Lagoa do Fogo einen weiteren spektakulären Krater in der Inselmitte füllt. Weiter östlich prägt geothermische Aktivität die Gegend um Furnas, mit heißen Quellen, dampfendem Boden und dem wunderschönen Garten Terra Nostra.

Vor der Südküste bildet das geschützte Inselchen von Vila Franca do Campo in einem alten Vulkankrater eine fast kreisrunde natürliche Badelagune. Außerdem ist São Miguel für zwei landwirtschaftliche Traditionen bekannt, die in Europa ungewöhnlich sind: Ananas aus Gewächshäusern und Teeplantagen an den grünen Nordhängen.

Wo übernachten?

Ponta Delgada ist ein guter Standort für kleine Hotels, Bed & Breakfasts und Apartments, besonders wenn Sie Restaurants und städtisches Leben gern zu Fuß erreichen. Für einen naturnahen Aufenthalt lohnt der Blick nach Furnas oder in den ruhigeren Norden und Osten, wo Landhotels, Cottages und Ferienhäuser vom typischen Grün der Insel umgeben sind.

Entdecken Sie unsere Boutiquehotels, B&Bs und Ferienhäuser auf São Miguel

Pico: Portugals höchster Berg, Wein und Wale

Pico, die zweitgrößte Insel der Azoren, ist vor allem für die Montanha do Pico bekannt. Der 2.351 Meter hohe Vulkan ist der höchste Punkt Portugals und prägt das Landschaftsbild der Insel. Erfahrene Wanderer können ihn besteigen, allerdings sollte der Aufstieg wegen des wechselhaften Atlantikwetters gut geplant werden.

Ebenso faszinierend ist Pico auf Meereshöhe. Seit Jahrhunderten wird hier Wein angebaut, in einer außergewöhnlichen Landschaft aus winzigen Parzellen, die von Mauern aus schwarzem Vulkangestein geschützt werden. Die Weinbaulandschaft ist heute UNESCO-Welterbe, und rund um Madalena und Criação Velha ergibt das Zusammenspiel von Reben, Basalt, Berg und Ozean ein Bild, das es sonst nirgends im Archipel gibt.

Auch das Meer hat Picos Geschichte stark geprägt. Ehemalige Walfängergemeinden und Ausgucke gehören bis heute zum Erbe der Insel, wenngleich sich der Blick längst von der Jagd auf die Wale hin zu ihrer Beobachtung in freier Natur verlagert hat. Die Waljagd wurde in den 1980er-Jahren eingestellt.

Wo übernachten?

Pico eignet sich besonders für naturnahe Unterkünfte: restaurierte Basalthäuser, kleine private Hütten, Bed & Breakfasts, Landhotels und Villen. Die traditionellen Häuser fügen sich wunderbar in die Vulkanlandschaft ein und sind ideale Ausgangspunkte zum Wandern, für Walbeobachtungen und um die Weinberge der Insel zu entdecken.

Entdecken Sie unsere Boutiquehotels und Ferienhäuser auf Pico.

Faial: die Blaue Insel und der Hafen von Horta

Faial bildet zusammen mit Pico und São Jorge das sogenannte Triângulo der Zentralgruppe. Wegen der vielen Hortensien, die im Sommer Straßen und Weiden säumen, trägt die Insel traditionell den Beinamen „Blaue Insel“.

Die beiden bekanntesten Landschaften der Insel könnten kaum unterschiedlicher sein. Im Zentrum liegt die große, grüne und üppig bewachsene Caldeira. Am westlichen Ende zeigt sich Capelinhos als karge Vulkanlandschaft. Zwischen 1957 und 1958 schuf ein dreizehn Monate dauernder unterseeischer Vulkanausbruch rund 2,4 km² neues Land und ließ den alten Leuchtturm halb unter der Asche begraben zurück. Eine graue, kahle Landschaft, die sich von allen anderen Teilen der Insel unterscheidet. Neben dem Leuchtturm erzählt ein Besucherzentrum, wie der Ausbruch die Landschaft verändert hat.

Horta verleiht der Insel ihren maritimen Charakter. Seit Langem legen hier Segler an, die den Atlantik überqueren, und die Crews haben im Laufe der Jahre farbenfrohe Bilder auf den Mauern des Yachthafens hinterlassen. Der Tradition nach soll ein Schiff, das ausläuft, ohne dort ein eigenes Bild zu hinterlassen, auf seiner Weiterreise kein Glück haben.

Wo übernachten?

Horta bietet sich für kleine Hotels und Gästehäuser an, vor allem wenn Sie Faial mit Pico oder São Jorge verbinden möchten. Außerhalb der Stadt sind Cottages und Landhäuser ein ruhigerer Standort, umgeben von Feldern und mit Blick aufs Meer.

Entdecken Sie unsere Boutiquehotels und Ferienhäuser auf Faial.

São Jorge: eine stille Insel mit Steilküsten und Fajãs

Mitten in der Zentralgruppe liegt São Jorge, eine der schmaleren und weniger besuchten Inseln der Azoren. Hohe Klippen ziehen sich entlang großer Teile der Küste. Darunter liegen kleine flache Landflächen, die sogenannten Fajãs.

Diese Fajãs gehören zu den prägendsten Landschaften von São Jorge. Manche entstanden durch Lavaströme, andere durch Erdrutsche, und viele werden seit langem für kleine Siedlungen und die Landwirtschaft genutzt. Zu Fuß ist die Insel besonders lohnend: Wanderwege führen durch grünes Land hinunter zur Küste.

Ein weiteres Markenzeichen von São Jorge sind seine Weiden. Aus der Milch der dort grasenden Kühe wird der berühmte São-Jorge-Käse hergestellt, ein gereifter Käse mit kräftigem, leicht pikantem Geschmack. Für alle, die gutes Essen schätzen, ein weiterer guter Grund für die Überfahrt.

Wo übernachten?

São Jorge ist ideal für alle, die ländliche Unterkünfte, kleine Cottages und traditionelle Häuser einem klassischen Hotel vorziehen. Besonders gut passt die Insel zu Wanderern und Paaren, die Natur, Stille und einen langsameren Inselrhythmus suchen.

Entdecken Sie unsere Ferienhäuser und ländlichen Unterkünfte auf São Jorge.

Santa Maria: Sonne, Strände und eine sanftere Landschaft

Santa Maria ist die südlichste Insel der Azoren und meist wärmer und trockener als ihre Nachbarinseln was ihr den Beinamen „Sonneninsel“ eingebracht hat. Auch die Landschaft wirkt anders, mit trockeneren Gebieten, sanften Hügeln und einigen der schönsten Strände der Azoren.

Praia Formosa ist auf den Azoren etwas Besonderes, denn hier sind Vulkangestein und natürliche Meerwasserbecken weitaus typischer als heller Sand. Der fast einen Kilometer lange Strand zieht sich als feinsandiger Halbmond zwischen zwei Landzungen entlang. Im Nordosten bildet die Bucht von São Lourenço ein weites Rund aus terrassierten Weinbergen, die bis zum Meer hinabreichen. Auch hier gibt es einen Sandstrand und natürliche Badebecken zwischen den Felsen. Das klare Wasser und der ruhige Rhythmus der Insel machen Santa Maria zu einem guten Ort zum Schwimmen, Wandern, Tauchen und Surfen, ohne jeden Tag mit Besichtigungen füllen zu müssen.

Wo übernachten?

Santa Maria passt zu Reisenden, die kleine Gästehäuser, traditionelle Häuser und Selbstversorger-Unterkünfte suchen. Besonders angenehm ist die Insel für Paare oder Familien, die einen ruhigeren Inselurlaub mit Sandstränden in erreichbarer Nähe wünschen.

Entdecken Sie unsere Ferienhäuser und kleinen Hotels auf Santa Maria.

Terceira: Angra do Heroísmo und die Geschichte der Insel

Terceira verbindet die grünen Landschaften der Azoren mit einer der geschichtsträchtigsten Städte der Inselgruppe. Angra do Heroísmo war über Jahrhunderte ein bedeutender Atlantikhafen, die historische Altstadt gehört heute zum UNESCO-Welterbe. Alte Straßen, Kirchen, farbige Fassaden und historische Gebäude machen die Stadt zu einem Ort, für den man sich Zeit nehmen sollte, statt sie nur als Ankunftsort zu sehen.

Abseits von Angra geht Terceira schnell wieder in Weideland, Dörfer und Vulkanlandschaften über. Im Westen erhebt sich die Serra de Santa Bárbara, während sich unter der Erde zwei sehr unterschiedliche Vulkanhöhlen verbergen: der Algar do Carvão, ein alter Vulkanschlot, in den man bis zu einem kleinen unterirdischen See hinabsteigt, und die Gruta do Natal, ein rund 700 Meter langer Lavatunnel, der zu Fuß erkundet werden kann.

Wo übernachten?

Rund um Angra do Heroísmo sind historische Häuser und kleine Hotels mit Charakter die richtige Wahl für alle, die Kultur und Inselerkundung verbinden möchten. Auf dem Land bieten Landhäuser und Ferienhäuser mehr Ruhe und liegen dennoch nicht weit von den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel entfernt.

Entdecken Sie unsere charmanten Hotels und Ferienhäuser auf Terceira.

Graciosa: die stille Weiße Insel

Die westlichste Inselgruppe besteht aus Flores und Corvo, der kleinsten Insel der Azoren. Flores ist außergewöhnlich grün, mit Kraterseen, steilen Küsten und Wasserfällen, die über grüne Hänge in Richtung Meer fallen. Es ist ein Ort, an dem Erholung und Aktivitäten in der Natur ganz selbstverständlich zusammengehören.

Rund um Fajã Grande fällt Wasser von den hohen Klippen hinter dem Dorf herab, und natürliche Badestellen ermöglichen bei passenden Bedingungen den Zugang zum Atlantik. Die abgelegene Lage und der Wasserreichtum verleihen Flores einen ausgesprochen wilden Charakter.

Hinter Flores liegt das winzige Corvo. Sein großes Naturdenkmal ist der Caldeirão, ein mächtiger Vulkankrater, der das Inselinnere beherrscht. Das Leben spielt sich hier in ungewöhnlich kleinem Maßstab ab, und genau darin liegt der Reiz Corvos.

Wo übernachten?

Das Angebot auf Graciosa ist klein und persönlich: Landhäuser, Cottages und familiengeführte Gästehäuser. Die Insel passt zu Menschen, die gern langsam reisen, und zu Paaren, die bewusst die Ruhe einer langen Liste an Sehenswürdigkeiten vorziehen.

Entdecken Sie unsere ländlichen Unterkünfte und Ferienhäuser auf Graciosa.

Flores und Corvo: Wasserfälle, Seen und der wilde Westen

Die westlichste Inselgruppe besteht aus Flores und Corvo, der kleinsten Insel der Azoren. Flores ist außergewöhnlich üppig, mit Kraterseen, steilen Küsten und Wasserfällen, die über grüne Hänge zum Meer hinabstürzen. Hier kann man ebenso gut einen Tag nichts tun wie ihn mit Wandern oder am Wasser verbringen.

Rund um Fajã Grande fällt Wasser von den hohen Klippen hinter dem Ort herab, natürliche Badestellen ermöglichen bei passenden Bedingungen den Zugang zum Atlantik. Die abgelegene Lage und der Wasserreichtum verleihen Flores einen ausgesprochen wilden Charakter.

Jenseits von Flores liegt das winzige Corvo. Sein großes Naturdenkmal ist der Caldeirão, ein gewaltiger Vulkankrater, der das Inselinnere beherrscht. Das Leben spielt sich hier in ungewöhnlich kleinem Maßstab ab, und genau das macht Corvo so interessant.

Wo übernachten?

Flores ist wunderbar für Cottages, Gästehäuser und kleine Naturrefugien. Auf Corvo ist die Auswahl an Unterkünften begrenzt, weshalb viele die Insel auch von Flores aus besuchen. Beide passen zu unabhängig Reisenden, die gelassen bleiben, wenn das Wetter die Pläne mitbestimmt.

Entdecken Sie unsere Naturunterkünfte und Ferienhäuser auf Flores und Corvo.

Die besten Secretplaces Unterkünfte auf den Azoren nach Interessen

Die Landschaften der Azoren sind wie geschaffen für kleine Unterkünfte mit Charakter. Ein romantisches Cottage im Grünen ist ein ganz anderer Urlaub als ein Apartment in Ponta Delgada oder ein Basalthaus mit Blick über Picos Weinberge.

Für Paare haben wir unsere romantischen Hotels und Auszeiten auf den Azoren zusammengestellt: kleine Boutiquehotels, abgeschiedene Cottages und Häuser für zwei. Pico, São Jorge und das Hinterland von São Miguel sind besonders reizvoll, wenn Privatsphäre und Natur an erster Stelle stehen.

Wer möglichst nah an der Landschaft wohnen möchte, findet unter unseren Naturrefugien und Landhotels auf den Azoren Landhäuser, Cottages und kleine Hotels abseits der größeren Orte. Pico und São Jorge bieten sich besonders an, Flores wirkt noch ursprünglicher.

Familien und Reisende, die länger bleiben, können aus unseren Ferienhäusern und Unterkünften für Selbstversorger auf den Azoren wählen. Villen, Apartments und unabhängige Ferienhäuser bieten mehr Platz und Flexibilität, besonders auf São Miguel und Pico.

Für einen etwas anspruchsvolleren Aufenthalt umfasst unsere Auswahl an Luxushotels auf den Azoren vor allem kleinere Häuser in schöner Lage, mit durchdachtem Design und persönlichem Service, statt großer Resortanlagen.

Auch wer auf das Budget achtet, findet bei uns preisgünstige Hotels und Gästehäuser auf den Azoren, darunter einfache, lokal geführte Unterkünfte mit viel Charakter.

Für familienfreundliche Hotels und Ferienhäuser auf den Azoren ist São Miguel die unkomplizierteste Wahl, mit dem größten Angebot an Aktivitäten und Unterkünften. Für längere Aufenthalte eignen sich Ferienhäuser mit Selbstverpflegung besonders gut, und wer Baden und Strände weit oben auf die Liste setzt, sollte Santa Maria in Betracht ziehen.

Für Weinreisen auf den Azoren führt kaum ein Weg an Pico vorbei. Die Weinbaulandschaft mit UNESCO-Status verleiht dem Weintourismus hier eine kulturelle Tiefe, die weit über Verkostungen hinausgeht: Mauern, Keller, Wege und Reben erzählen, wie die Inselbewohner ihre Landwirtschaft einer ungeschützten Vulkanküste abgerungen haben.

Was Sie auf den Azoren sehen und unternehmen können

Wandern und Vulkanlandschaften

Die Natur ist die große Attraktion der Azoren, und zu Fuß lässt sie sich besonders gut erleben. Auf jeder Insel gibt es Möglichkeiten zum Wandern, sei es rund um die Kraterseen von São Miguel, auf steilen Wegen hinunter zu den Fajãs von São Jorge oder durch die wasserreichen Landschaften von Flores.

Für erfahrene Wanderer ist die Besteigung der Montanha do Pico die große Bergtour der Inselgruppe. Anderswo geht es beim Wandern weniger um Gipfel als darum, alten Wegen durch Weiden, Wälder, Dörfer und vulkanisches Gelände zu folgen.

Die vulkanische Geschichte setzt sich unter der Erde fort. Lavatunnel, Höhlen und vulkanische Hohlräume finden sich auf mehreren Inseln, während in Furnas auf São Miguel die geothermische Aktivität direkt an der Oberfläche sichtbar wird. Die Furna do Enxofre auf Graciosa und die Vulkanhöhlen Terceiras eröffnen eine weitere Perspektive auf die geologischen Kräfte, die den Inselgruppe geformt haben.

Wenn Sie die Gelegenheit haben, ist Inselhopping eine der besten Möglichkeiten, diese Vielfalt wirklich zu verstehen. Der UNESCO Global Geopark Azores umfasst Geostätten auf allen neun Inseln, die jeweils einen anderen Teil ihrer vulkanischen Geschichte erzählen.

Wal- und Delfinbeobachtung

In den Gewässern rund um die Azoren kommen mehr als zwanzig Wal- und Delfinarten vor, und für viele Reisende gehört eine Ausfahrt zu den eindrucksvollsten Erinnerungen an die Inseln. Boote starten unter anderem auf São Miguel, Pico, Faial und Terceira. Pottwale und mehrere Delfinarten lassen sich das ganze Jahr über beobachten. Im Frühjahr, etwa von März bis Mai, ziehen außerdem große Wale auf ihrer Wanderung nach Norden vorbei, darunter Blauwale, Finnwale und Seiwale.

Vor allem Pico ist eng mit den Walen verbunden. Einst prägte der Walfang Wirtschaft und Kultur der Insel, heute dienen die alten Ausgucke dazu, Wale und Delfine für die Beobachtung aufzuspüren.

Wählen Sie einen erfahrenen und verantwortungsvollen Anbieter, der die vorgeschriebenen Abstände einhält und die Tiere nicht stört. Der Reiz liegt hier ja gerade darin, diese Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum im Atlantik zu erleben.

Schwimmen, Surfen und Aktivitäten in der Natur

Die Azoren haben weit mehr zu bieten als Wandern. Surfen, Tauchen, Radfahren, Reiten, Kajakfahren und weitere Outdoor-Aktivitäten sind auf  allen Inselgruppen möglich.

Baden bedeutet hier oft etwas anderes als anderswo in Südeuropa. Statt langer Sandstrände gibt es auf vielen Inseln Naturbecken und Badestellen im Vulkanfels. Santa Maria sticht mit seinen Sandstränden hervor, während São Miguel Strände, natürliche Badeplätze und mehrere bekannte Surfspots vereint, wie zum Beispiel der Strand Santa Bárbara an der Nordküste.

Dank des milden Klimas ist auch Golf eine Möglichkeit. Auf São Miguel liegen die Plätze von Furnas und Batalha, und auch Terceira hat einen eigenen Golfplatz, sodass sich der Sport gut mit einem naturverbundenen Urlaub kombinieren lässt.

Essen, Wein und Inselleben

Die Küche der Azoren ist eng mit Land und Meer verbunden. Die Milchwirtschaft hat eine lange Tradition, am bekanntesten auf São Jorge mit seinem unverwechselbaren Käse, während der Atlantik frischen Fisch und Meeresfrüchte liefert.

Auf São Miguel werden zwei Pflanzen angebaut, die im übrigen Europa kaum zu finden sind. Ananas reifen in traditionellen Gewächshäusern. Die Plantage A. Arruda am Stadtrand von Ponta Delgada kann besichtigt werden. An der Nordküste wird Tee angebaut: Gorreana, 1883 gegründet, ist die älteste noch betriebene Teeplantage Europas, ganz in der Nähe liegt Porto Formoso. Bei beiden kann man die Produktion besichtigen und den Tee probieren. In Furnas wird sogar die Erdwärme zur Zubereitung des «Cozido» genutzt, eines traditionellen Eintopfs aus Fleisch und Gemüse, der rund sechs Stunden lang im heißen vulkanischen Boden gart.

Um Reben auf dem ungeschützten Vulkangelände anzubauen, legten Generationen von Inselbewohnern kleine Parzellen hinter schwarzen Basaltmauern an. Heute sind diese Weinberge lebendige Kulturlandschaft und zugleich eines der Wahrzeichen der Insel.

Wer mehrere Azoreninseln bereist, merkt schnell, dass sich die lokalen Produkte von Insel zu Insel ändern. Kleine Restaurants, Bäckereien, Käsereien und Weingüter verdienen ihren Platz im Reiseplan.

Geschichte und lokale Kultur

Der erste Eindruck der Azoren mag von der Natur bestimmt sein, doch auch Städte und Dörfer verdienen Zeit. Ab dem fünfzehnten Jahrhundert von Portugiesen besiedelt, entwickelten sich die Inseln durch Landwirtschaft, Fischerei und ihre strategische Lage an den Seewegen über den Atlantik.

Am deutlichsten zeigt sich diese Geschichte in Angra do Heroísmo auf Terceira, mit seiner zum UNESCO-Welterbe zählenden Altstadt und historischen Architektur. Ponta Delgada bietet einen anderen städtischen Blickwinkel, während auf den kleineren Inseln die Geschichte oft leiser erzählt wird: durch Herrenhäuser, Kapellen, alte Häfen, Windmühlen und Häuser aus schwarzem Stein.

Reisetipps für die Azoren

Wann ist die beste Reisezeit?

Die Azoren haben ganzjährig ein mildes Meeresklima, allerdings kann das Wetter rasch wechseln. Wolken, Sonne, Wind und Regen können sich an einem einzigen Tag abwechseln, vor allem in höheren Lagen.

An der Küste liegen die Durchschnittstemperaturen bei etwa 14 °C im Februar und rund 22 °C im August; im Hochsommer erreichen die Tageshöchstwerte ungefähr 25 °C. In höheren Lagen ist es deutlich kühler. Das Meer hat im Winter etwa 16 bis 17 °C und erreicht im August und September 23 bis 24 °C, die angenehmsten Monate zum Baden.

Vom späten Frühling bis zum Frühherbst sind die Möglichkeiten zum Wandern, Baden und Inselhüpfen am größten. Juli und August sind die beliebtesten Monate, während Frühling und Frühherbst sich für Reisende anbieten, die ruhigere Inseln bevorzugen und vor allem wegen der Natur und zum Wandern kommen.

Anreise

Die meisten internationalen Besucher reisen mit dem Flugzeug an, wobei São Miguel und Terceira die wichtigsten Eingangstore sind. Auch die übrigen Inseln verfügen über Flughäfen und sind durch Inlandsflüge miteinander verbunden.

Von Insel zu Insel

Die neun Inseln verteilen sich auf drei geografische Gruppen: die Ostgruppe mit São Miguel und Santa Maria, die Zentralgruppe mit Terceira, Graciosa, São Jorge, Pico und Faial sowie die Westgruppe mit Flores und Corvo. Bei der Planung einer Inselhopping-Reise sollte man das berücksichtigen, denn die Entfernungen zwischen den Gruppen sind beträchtlich.

Die Flüge zwischen den Inseln werden von SATA Air Açores durchgeführt. Die Regionalfluggesellschaft verbindet alle neun Inseln mit kleineren Maschinen. Die Flugzeiten liegen zwischen etwa zwanzig Minuten und einer Stunde. Im Sommer empfiehlt sich eine frühe Buchung, da die Plätze schnell ausgebucht sein können.

Fähren sind besonders innerhalb der Zentralgruppe praktisch. Pico, Faial und São Jorge lassen sich gut miteinander verbinden, und die kurze Überfahrt zwischen Faial und Pico macht es einfach, beide Inseln in dieselbe Reise einzubauen. Alle Fährverbindungen zwischen den Inseln werden von Atlânticoline betrieben. Einige Strecken verkehren ganzjährig, etwa Faial nach Pico mit rund dreißig Minuten Fahrzeit oder Flores nach Corvo; im Frühjahr und Sommer kommen weitere Verbindungen hinzu. Manche Fähren nehmen Autos mit, allerdings erlauben nicht alle Mietwagenfirmen, Fahrzeuge von einer Insel auf eine andere mitzunehmen. Bei schwerer See können Überfahrten ausfallen. Für weiter voneinander entfernte Inseln ist das Flugzeug meist die praktischere Lösung.

Braucht man auf den Azoren ein Auto?

Auf den meisten Inseln: ja. Mit einem Mietwagen ist man deutlich flexibler und erreicht Aussichtspunkte, Ausgangspunkte von Wanderwegen, Naturbecken, kleine Dörfer und ländliche Unterkünfte leichter. Ponta Delgada und Angra do Heroísmo lassen sich gut zu Fuß erkunden, für eine flexible Tour über die gesamte Insel ist der öffentliche Nahverkehr jedoch weniger geeignet.

Fähren sind besonders innerhalb der Zentralgruppe praktisch. Pico, Faial und São Jorge lassen sich gut miteinander verbinden, und die kurze Überfahrt zwischen Faial und Pico macht es einfach, beide Inseln in dieselbe Reise einzubauen. Alle Fährverbindungen zwischen den Inseln werden von Atlânticoline betrieben. Einige Strecken verkehren ganzjährig, etwa Faial nach Pico mit rund dreißig Minuten Fahrzeit oder Flores nach Corvo; im Frühjahr und Sommer kommen weitere Verbindungen hinzu. Manche Fähren nehmen Autos mit, allerdings erlauben nicht alle Mietwagenfirmen, Fahrzeuge von einer Insel auf eine andere mitzunehmen. Bei schwerer See können Überfahrten ausfallen. Für weiter voneinander entfernte Inseln ist das Flugzeug meist die praktischere Lösung.

Unterschätzen Sie die Entfernungen nicht, nur weil eine Insel auf der Karte klein wirkt. Die Straßen sind oft kurvenreich und steil, und vermutlich werden Sie häufiger anhalten als gedacht. Auf den Azoren ist es selten ein Nachteil, langsam ans Ziel zu kommen.

Häufig gestellte Fragen zu den Azoren

Welche Azoreninsel eignet sich am besten für den ersten Besuch?

São Miguel ist für den ersten Besuch die naheliegendste Wahl, denn hier finden Sie Kraterseen, Thermalquellen, Strände, Wanderwege, Restaurants und das größte Unterkunftsangebot der Inselgruppe. Pico oder São Jorge passen zu Reisenden, die schon wissen, dass sie einen ruhigeren, ländlicheren Urlaub möchten.

Wie viele Azoreninseln sollte ich besuchen?

Es ist besser, einige wenige Inseln richtig kennenzulernen, als alle neun abzuhaken. Für eine Woche reichen meist ein oder zwei Inseln. Wer mehr Zeit hat, kann Pico, Faial und São Jorge besonders gut miteinander verbinden.

Welche Azoreninseln eignen sich besonders für Paare?

Pico und São Jorge sind wunderbar für romantische Aufenthalte auf dem Land und viel Natur. Furnas auf São Miguel verbindet Wald, Thermalbecken und kleine, persönliche Unterkünfte. Flores ist eine gute Wahl für Paare, die bewusst Abgeschiedenheit suchen und nichts dagegen haben, ihre Pläne dem Wetter anzupassen.

Sind die Azoren für Familien geeignet?

Ja. São Miguel ist für Familien am unkompliziertesten, weil es dort die größte Auswahl an Aktivitäten und Unterkünften gibt. Ferienhäuser und Villen für Selbstversorger sind ebenfalls besonders praktisch für Familien, die mehr Platz und Flexibilität wünschen.

Wo sollte ich auf den Azoren zum Wandern übernachten?

São Jorge lohnt sich besonders für Wanderungen zu den Fajãs, Pico für Reisende, die den Berg besteigen möchten, und São Miguel für die größte Vielfalt an Wegen. Flores ist eine sehr gute Wahl für Wanderer, die wildere Landschaften und ein langsameres Tempo bevorzugen.

Sind die Azoren ein Reiseziel für Strandurlaub?

Nicht im klassischen Sinn. Die Inseln sind eher für vulkanische Naturbecken, felsige Badestellen und kleine Strände bekannt als für lange Sandstrände. Wem Sandstrände wichtig sind, der ist auf Santa Maria am besten aufgehoben, während São Miguel mehrere Strände mit einer viel größeren landschaftlichen Vielfalt verbindet.

Wo kann man auf den Azoren surfen?

Die wichtigste Adresse ist die Nordküste von São Miguel, besonders Praia de Santa Bárbara bei Ribeira Grande, ein langer schwarzer Sandstrand, an dem bereits Wettbewerbe der World Surf League ausgetragen wurden. Terceira und die Fajãs an der Nordküste von São Jorge bieten kräftige Wellen für erfahrene Surfer. Zum Lernen eignen sich Praia Formosa auf Santa Maria und Santa Bárbara an ruhigeren Tagen. Im Sommer sind die Wellen meist sanfter, im Winter treffen die großen Nord-Swells ein.