Aufgrund seiner biologischen Bedeutung wurde Lanzarote 1987 von der World Tourism Organization als eines von sechs als erhaltenswertes Entwicklungsmodellen erklärt und im Jahr 1994 durch die UNESCO als Biosphärenreservat ausgezeichnet. Die östlichste Insel der sieben Hauptinseln der Kanaren liegt nur ca. 100 km von der Küste Afrikas und 1000 km von der iberischen Halbinsel entfernt im Atlantik.
Geschichte
Lanzarote hat ihren Namen vermutlich von dem Genuaner Lancelotto Malocello, der in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts hier ankerte, und weitere Expeditionen französischer, englischer und spanischer See- und Kaufleute nach sich zog. Lanzarote war die erste der Insel der Kanaren, die von den Spaniern erobert wurde. Durch die schrittweise Eroberung der übrigen Inseln, verlor Lanzarote an Bedeutung. Nurmehr durch kleine Garnisonen geschützt, waren die Einwohner den Piraten und Sklavenhändlern über Jahrhunderte ausgeliefert. Eine Reihe von Vulkanausbrüchen, die letzten beiden 1730-36 und 1824 verwandelten grosse Teile der Insel in eine Mondlandschaft. Die Einwohner verstanden es dennoch, dieses Land zu kultivieren, und es gibt daher noch heute wichtige Obst- und Gemüseplantagen.
Fiestas
Karneval: Sechs Wochen vor Ostern wird die gesamte Insel lahmgelegt. Viele Büros, Geschäfte und Läden schließen für mehrere Tage.
Am 25. August wird das Fest San Ginés gefeiert.
Sehenswürdigkeiten
Man kann nicht von der traditionellen Architektur Lanzarotes sprechen, ohne den Namen César Manrique zu erwähnen. Dieser Künstler zeichnet für viele Bauwerke verantwortlich, die heute als hervorragende Beispiele für das harmonische Miteinander von Architektur und Natur gelten. Hier seien nur einige angeführt: Monumento al Campesino (Bauwerk des Landmannes), Jameos del Agua, Mirador del Rio (Aussichtspunkt) und der Kaktusgarten. Typische Inselbauweise finden Sie in den bezaubernden Orten Yaiza, Uga, Tías und Haría. In der jetzigen Hauptstadt der Insel, Arrecife, sollten Sie das Schloss San Gabriel sowie das Schloss San José besichtigen. Sehenswert in der früheren Hauptstadt Teguise ist vor allem der Spínola-Palast im Zentrum und das in der Nähe, am Rande eines Kraters gelegene Guanapay-Schloss.
Gastronomie
Kartoffeleintöpfe und Suppen aus Brunnenkresse sind typische Gerichte aus Lanzarote, wobei Fisch wahrscheinlich die häufigste Verwendung findet. Frisch oder in Salz eingelegt wird er normalerweise von einer der vielen verschiedenen 'Mojo' Sossen begleitet. Gesalzener Fisch ist die Grundlage für einen traditionellen Fischeintopf, den 'Sancocho'. Eine unverzichtbare Beilage sind Kartoffeln. Beliebt sind die 'Papas arrugadas', neue Kartoffeln „mit Falten“, die zuerst in Meerwasser gekocht, danach gebacken und mit gut gewürzter Mojo-Sauce serviert werden. Für Fleischgerichte ist Schweinefleisch meist die Grundlage. Probieren sie die nach alten Rezepten gegrillte Schweinehaxe.
Aktivitäten
Der Nationalpark Timanfaya ist ein besonders sehenswertes und faszinierendes Lavafeld. Besucher können hier eine Vielzahl geologischer Phänomene und Pflanzenarten besichtigen. Der Landstrich von La Cueva de los Verdes, im Norden Lanzarotes, bis zum Südosten des Vulkanes Monte de la Corona bildt Teil eines spektakulären Systems von unterirdischen Höhlen (den 'jameos'). Diese sind nicht nur eine der interessantesten vulkanischen Formationen von Lanzarote, sondern mit 6 km auch eine der längsten vulkanischen Galerien der Welt. Für Kulturinteressierte ist die international anerkannte César Manrique Stiftung ein lohnenswertes Ziel. Hier finden Sie nicht nur Werke des berühmten Künstlers selbst, sondern auch Werke von Picasso, Miró, Chillida and Klee. Die Santa Bárbara Burg, ein Küstenwachturm aus dem 16. Jhdt. und heute Völkerwanderungsmuseum, liegt auf dem Guanapay Berg, östlich von Teguise, und ist ebenfalls einen Ausflug wert.