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Kantabrien
Kantabrien unterteilt sich in zwei unterschiedliche Regionen: in die Küstenregion mit ca. 200 km. von Klippen umrahmter Küste, Sandstränden und atlantischen Wäldern, und in das bergige Inland, mit seinen schneebedeckten Bergen, tiefen Tälern, zahlreichen Flüssen und, als besonderem Schmuckstück, einem Teil des großartigen Nationalparks Picos de Europa.
Wegen ihrer Lage und dem feuchten Klima ist diese Gegend eine der grünsten des Landes und hervorragend zum Wandern, Klettern und Höhlenerforschen geeignet. Dazu findet man hier einige schöne Städte wie die Hauptstadt Santander, elegante Ferienorte, Küstenstädtchen und viele ursprüngliche Steindörfer.
Gastronomie Die Küche Kantabriens ist zwar einfach, verwendet aber eine Vielzahl unterschiedlicher Zutaten. Diese Vielfalt spiegelt die durch ihre Berg- und Küstenregionen so unterschiedliche Landschaft Kantabriens wider. Besonders hochwertig sind hier Fisch und Meeresfrüchte. Probieren Sie Thunfisch, Seehecht, Graubarsch und Lachs (arroz satanderino), oder Sardinen und Sardellen.
Typisch sind die 'rabas', in Stücke geschnittene, gebratene Tintenfische. Ein bekanntes Fleischgericht ist z.B. der “cocido montañés”, der Bergeintopf, aus Schweinefleisch, weissen Bohnen und Kohl. Das rote Fleisch aus Tudanca ist ebenfalls besonders gut. Besonders gut sind auch die Käsesorten der Gegend, wie z.B. der Picón und der geräucherte Aliva sowie die Käse aus Lebeña, Pido, Cabuérniga, und Pas. Zum Dessert passen vorzüglich der Orujo (Likör), der sehr starke Aguardiente oder auch der Tostadillo aus Liébana, dem einzigen Weinanbaugebiet der Region.
Geschichte Die prähistorischen Höhlen von Altamira mit ihren über 15.000 Jahre alten Höhlenmalereien, weisen auf menschliche Besiedlung seit zumindest dieser Zeit hin. Viele Jahrhunderte später sollten die Einwohner bitter für ihre Resistenz gegen die römische Besetzung zahlen. Sie wurden unterjocht und regelrecht ausgerottet. Im Gegensatz zum Großteil Spaniens aber fassten die Römer hier nie richtig Fuß, und im 4. Jhdt. war ihr Einfluss nur noch auf einige wenige Städte beschränkt. Das Herzogtum Kantabrien, ursprünglich gegründet von den Westgoten, verschwand im Mittelalter durch Aufteilung des Gebietes in Kastilien und Asturien. Durch die Landesreform im 19.Jhdt. erhielt Kantabrien erstmals ein administratives Zentrum mit Santander als Hauptstadt. 1981 wurde Kantabrien offiziell zur autonomen Region erklärt. Kultur - Fiestas In Kantabrien werden über das Jahr eine Vielzahl von Festen abgehalten.
Einige der interessantesten sind die religiösen Feierlichkeiten für die Schutzheiligen der jeweiligen Orte. Des weiteren gibt es einige Festivitäten, deren Bekanntheitsgrad über die lokalen Grenzen hinausreicht, wie die Batalla de Flores (Blumenschlacht) in Laredo, die Folía in San Vicente de la Barquera, den Kantabrien-Tag in Cabezón de la Sal, den Coso Blanco in Castro Urdiales und den Campóo-Tag in Reinosa. Kunsthandwerk Holzarbeiten waren einst von großer Wichtigkeit für die Wirtschaft der Gegend. Repräsentative Stücke dieser alten Kunst sind der kaikus (ein typischer Melkeimer) und die mit ungewöhnlichen Motiven oder Rosetten verzierte Möbelstücke.
Die Korbflechterei wird vielerorts noch betrieben, hauptsächlich wegen des cestapunta, einer Art Handball. Keramik, weiss glasiert, wird im Kunsthandwerk fast ausschließlich zur Herstellung von Haushaltsgegenständen verwendet. Sehenswürdigkeiten Die alten Stadtkerne der Küstenorte Laredo, Santoña und Comillas spielen alle eine wichtige Rolle im Kulturgut Kantabriens. Besonders bemerkenswert aber ist Santillana del Mar, mit ihrer römischen Kollege-Kirche und einigen schönen Palästen. In ca. 2km von Santillana liegen die spät-paleonthologischen Altamira-Höhlen (auch bekannt als die Sixtinische Kapelle vorgeschichtlicher Kunst). San Vicente de la Barquera mit seiner langen Brücke aus dem 15.Jhdt. und Castro Urdiales mit seiner gotischen Kirche sind auch wegen ihrer pittoresken Häfen einen Besuch wert. Das Inland um Valderredible ist bekannt für seinen kleinen, aus dem Stein gehauenen Kirchen. Besuchen Sie auch den neu-gotischen Palast des Marquis de Comillas (entworfen von Gaudi) aus dem Anfang des Jahrhunderts. Die gotische Kathedrale in Santander hat eine interessante Krypta mit drei Schiffen.
Aktivitäten Kantabrien, mit seiner großartigen Landschaft, ist ein Paradies für Trekker, Bergsteiger und Höhlenforscher mit allen verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Die Picos de Europa sind besonders geeignet für diese Sportarten. Kultur- und Musikliebhaber kommen beim jährlichen Internationalen Sommerfestival in Santander auf ihre Kosten. Dort werden klassische Musik, Ballet, typische Landestänze, sowie Flamenco, altertümliche und moderne Musik aufgeführt.
Hotels in Kantabrien
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