Die Inselkette der Kanaren besteht aus sieben größeren Inseln: Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote, Teneriffa, La Palma, Gomera und Hierro. Tausend Kilometer von der spanischen Halbinsel entfernt, beträgt die Entfernung bis Afrika nur 115km. Das Archipel ist vulkanischen Ursprungs und jede einzelne Insel unterscheidet sich deutlich von den anderen. Die Kanaren werden wegen ihres sonnigen Klimas mit Temperaturen von durchschnittlichen 22ºC über das gesamte Jahr auch die 'glücklichen Inseln' genannt. Es kommen jährlich über 8 Millionen Besucher, hauptsächlich Deutsche und Engländer, von denen 50% wiederkommen. Die Wassertemperatur an der 1.500km langen Küstenlinie ist wegen des Golfstromes nicht so warm wie es zu vermuten wäre. Gran Canaria (Hauptstadt: Las Palmas) – bietet eine kontrastreiche Landschaft, mit unendlich langen weissen Sandstränden. Teneriffa, die größte Insel, ist bergig. Der Pico del Teide ist mit seinen 3.718m sogar der höchste Berg Spaniens.
Geschichte
Die vulkanische Entstehung Teneriffas begann vor ca. 8-12 Millionen Jahren. La Gomera wurde vermutlich nach 'Gomer', einem Enkel Noahs, benannt. Vor seiner grossen Reise in die Neue Welt 1492, machte Kolumbus in Gomera Halt. Seither nennen die Einwohner ihre Insel auch 'Isla Colombiana'. Die La Asunción Kirche, wo die Mitglieder der Expedition gesegnet wurden, existiert noch. Schon die Griechen kannten die Kanaren, und nannten sie Garten der Hesperiden (Garten im Westen). Die Ureinwohner, die 'Guanches', ein hellhäutiges, hochgewachsenes Volk, lebten in Höhlen oder in Hütten, die kreisförmig aufgebaut waren. Nach vielen Kämpfen, in denen die 'Guanches' grossen Mut und Ehre zeigten, wurden die Inseln 1496 Kastillien einverleibt. Vor seinen Reisen in die Neue Welt, machte Kolumbus in Gran Canaria und Gomera Halt. Später würden andere Europäer hier ihr eSchiffe mit Verpflegung, Sklaven, Edelmetallen, Seide und anderen Gütern beladen. In den folgenden Jahrhunderten siedelten hier Spanier, Portugiesen, Genuaner, und Flamen. Meist waren es Bauern, die zuerst in den Zuckerrohrplantagen und später auf den Weinfeldern arbeiteten. Durch den Einfluss der Mauren und der schwarzen Afrikaner entstand ein besonderes, kosmopolitisches Umfeld und der Grossteil der heutigen Einwohner ist sehr weltoffen und gastfreundlich.
Fiestas
Auf den kanarischen Inseln finden viele großartige und berühmte Fiestas statt. 15. August – Nuestra Señora de Candelaria (Marienfest)
Ende Mai, Anfang Juni – Corpus Christi-Feiern. Folkloremusik ist Teil des täglichen Lebens, und man wird wohl keinen Inselbewohner finden können, der nicht mit Leib und Seele auf die traditionellen Lieder reagiert. Ein hervorragender Vertreter der Volksmusik auf den Inseln ist die Gruppe „Los Sabandeños”.