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Ibiza & Formentera
Die Balearischen Inseln sind ein beliebtes Ferienziel. Sie liegen im Mittelmeer zwischen der Iberischen Halbinsel, Südfrankreich und Nordafrika. Ibiza, der iberischen Halbinsel nächstgelegen, wird zusammen mit ihrer Nachbarin Formentera, als die Pitiusas (aus dem altgriechischen) oder “Islas de Pinos” bezeichnet. Wegen des warmen, sonnigen Klimas über das gesamte Jahr, hat der Tourismus dem Archipel während der letzten 50 Jahre einen 'Boom' beschert.
Es gibt überall Strände und zauberhafte, kleine Buchten mit kristallklarem Wasser. Die Balearen sind eine der 17 autonomen Regionen Spaniens und haben ihr eigenes Parlament.
Der Tourismus ist auf jeder Insel unterschiedlich: Mallorca zieht den Kosmopoliten an, häufig Personen mit hohem sozialen Status, wie z.B. das spanische Königspaar. Ibiza wird besonders für sein Nachtleben geschätzt, und Menorca sagt mehr dem die Ruhe suchenden Touristen zu.
Gastronomie Die Balearische Küche bietet eine Fülle von traditionsreichen Gerichten aus dem Mittelmeerraum, und jede Insel hat ihre eigene, subtile Variation. In Mallorca haben Suppen einen großen Stellenwert, wobei hauptsächlich zwei Arten serviert werden: die klaren Suppen aus Fisch-, Fleisch- oder Gemüsebrühe und die „wahren“ mallorquinischen Suppen, deren Konsistenz sehr fest, manchmal auch trocken ist und die leider nur noch sehr selten auf der Speisekarte stehen. Fischgerichte und Meeresfrüchte gibt es überall entlang der Küste in reicher Auswahl und hervorragender Qualität. Eine Besonderheit ist La caldereta de langosta, eine Art Fischeintopf mit Hummer.
Weitere lukullische Spezialitäten sind Reis mit Hummer und Thunfisch mit Mayonnaise. In Ibizas Küche dominieren die Fischgerichte. Probieren sollten Sie La Burrida de ratjada, gekochter Fisch mit gemahlenen Mandeln, Ibiza-Hummer mit Tintenfisch oder El Guisat de Marisco, ein schmackhafter Eintopf mit einer hervorragenden Mischung aus Fisch und Meeresfrüchten. Der Ort Mahon ist berühmt für seinen Käse.
Wein wird nur in Mallorca produziert; Ibiza bietet einen sehr starken, herben Likör, den man am besten mit etwas Eis verdünnt trinkt.
Geschichte Geografisch können die Balearen als Einheit betrachtet werden, historisch aber hat jede Insel ihre eigene Geschichte. Ibiza wurde stark durch die Karthagener und Araber beeinflusst, Mallorca durch die Römer und auf Menorca sind noch heute Spuren englischer Herrschaft zu finden. Wegen ihrer strategisch günstigen Lage im Mittelmeer wurden die Inseln zu Handelszentren. Der Piraterei wurde ein Ende gesetzt, als die Römer Mallorca eroberten und sechs Jahrhunderte lang blieben.
Anfang des 10. Jahrhunderts kamen die Vandalen und Moslems von Norden, befanden die Inseln aber als für ihre Zwecke ungeeignet. Noch heute sind der arabische Einfluss auf Landwirtschaft und Handel, sowie der römische Einfluss auf die Architektur auffällig. Das sonnige Klima macht die Inseln zu einem idealen Ziel für den Reisenden.
Berühmte Besucher aus dem 19. Jahrhundert wie George Sand, Chopin und der Erzherzog Luis Salvador von Austria haben die Schönheit der Inseln in ihren Werken beschrieben.
Kunsthandwerk Das Töpfereihandwerk: kunstvolle Objekte, wie z.B. der „Alfàbies“, ein Krug ohne Henkel, oder der „Gerra felanitxera“, ein reich verzierter, durchbrochener Lehmkrug, der nur dekorativen Zwecken dient. Die typischsten Vertreter dieser balearischen Kunstgewerberichtung sind die Moreno-Teller aus Inca und die Siurells (einfache Pfeife in Form eines Pferdes, Königin, u.a.) auf Sa Cabaneta. Auch die Kunst des Glasblasens hat eine lange Tradition auf den Inseln. In Palma und Algaida können Sie die Glasherstellung von Anfang bis Ende mitverfolgen, d.h. von dem Moment an, an dem das Rohmaterial aus dem Topf fließt bis zum Anbringen der Verzierungen. Ein weiterer Zweig des balearischen Kunsthandwerks ist die Herstellung der sog. Llengües-Stoffe. Noch bis vor kurzem gab es auf den Inseln kein Haus ohne diese Textilien; sie finden Verwendung als Bettüberwurf, Tischdecke, Vorhang oder Teppich. Heute werden Llengüues mit ihren unverwechselbaren Mustern in Pollensa hergestellt.
Sehenswürdigkeiten Santa Eulalia sollte bei jedem Ausflug eingeplant werden. Nicht nur den idyllische Ort an sich, sondern vor allem die umwerfenden Strände von Santa Eulalia, Cala Blanca und Es Canar dürfen Sie sich nicht entgehen lassen. Mergeformatinet ist vor allem wegen seines einzigartigen Relikts aus grauer Vorzeit bekannt: die Cueva des Cuieram, Höhlen mit einem innenliegenden Tempel der Karthager. Die Einwohner von San José sind sehr stolz auf ihre Kirche, die nicht nur von ihnen als die schönste der Insel bezeichnet wird.
Aktivitäten Auf Ibiza ist Mergeformatinet von besonderem Interesse wegen seiner historisch einzigartigen Funde - der Cueva des Cuieram (Höhlen) mit dem karthagenischem Tempel im Inneren. San Francisco Javier, eine Ansammlung weisser Häuschen um eine befestigte Kirche herum gebaut, finden Sie im Inland von Formentera. Überflüssig zu erwähnen, dass die Inseln exzellente Wassersportmöglichkeiten bieten, wie z.B. Segeln und Surfen.
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