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Piemont
Der Name Piemont meint in seiner wörtlichen Übersetzung "am Fuße des Berges". Im Norden an die Schweiz, im Westen an Frankreich angrenzend ist diese Region in Norditalien tatsächlich zu weiten Teilen von den Alpen umsäumt, so dass sie mit den Orten Sestriere, Bardonecchia und Limone Piemont hervorragende Skigebiete hat. Piemont ist zudem ein Paradies für Gourmets - gute Weine und kulinarische Genüsse warten auf Sie. Probieren Sie auf jeden Fall die weissen Trüffel und den wunderbaren Rotwein Barolo.
Turin, die Hauptstadt der Region, ist neben ihrer industriellen Bedeutung besonders für seine Kunstschätze aus dem Barock bekannt; viele Museen tragen diesem kulturellen Erbe Rechnung. Wem der Sinn mehr nach Skifahren und Wandern steht, sollte das Aostatal (Valle d'Aosta) als Reiseziel ins Auge fassen. Der Mont Blanc und das Matterhorn sowie kleine Täler, alte Schlösser und spektakuläre Landschaften bieten eine reizvolle Kulisse für Urlauber.
Gastronomie Einfach gesagt: das Land der Gaumenfreuden. Da ist auf der einen Seite die gutbürgerliche Küche mit günstigen Zutaten - einfach, aber schmackhaft. Auf der anderen Seite locken Gerichte, die die kulinarische Errungenschaften in den Palastküchen der Aristokratie widerspiegeln. Besonders müssen aber die Antipastis hervorgehoben werden, die unvergleichbaren Protagonisten der Menus in Monferrato oder Langhe.
Vielleicht die beliebteste Antipasta besteht aus Anchovies in einer roten Souce mit Paprika oder einer weissen Sauce mit Haselnüssen. Desweiteren können Sie aus kaltem Aufschnitt, Thunfischpastete, Aal, Omelettes, Zunge und Bagnetto Verde (Sauce aus Knoblauch, Anchovies und Petersilie) wählen.
Leichte Suppen, wie Minestrone, Knoblauchsuppe, zusammen mit Ravioli oder Taglierini werden gerne als erster Gang serviert. Als Hauptgericht ginbt es z.B. gekochtes, gegrilltes oder geschmortes Fleisch, Fritto Misto (Wurst, verschiedene Fleischstücke, Apfelscheiben, Zucchinischeiben und mehr in Teig frittiert). Dazu passen die wundervollen Weine der Region, wie z.B. den vollmundigen Barolo oder der Nebbiolo.
Geschichte Der Name Piemont taucht erstmals im 12 Jhdt. auf. Die lange Geschichte der Region ist eng mit dem Haus der Savoyen verbunden, der königlichen Familie, die Italien von 1870 bis zur Ausrufung der italienischen Republik im Jahre 1946 regiert hat. Im 16. Jhdt. verhalfen die Savoyen Piemont durch ihre Kombination militarischer Macht und diplomatischen Geschicks zu internationaler Bedeutung.
1563 wurde Turin zur offiziellen Hauptstadt der Region erkoren, um das Haus Savoyen in den anhaltenden Streitereien mit Frankreich zu stärken. Als Napoleon 1798 Piemont eroberte, musste König Vittorio Emanuele nach Cagliari, Hauptstadt der unbesetzten Insel Sardinien, fliehen. Unter der Administration Napoleons hielten in Piemont Modernität und Fortschritt Einzug. Mit der Vereinigung Italiens im Jahr 1864 wurde der Verlust politischen Status immer mehr durch die aufstrebende wirtschaftliche Entwicklung und Industrialisierung der Region ausgeglichen. Bis heute zählt Piemont zu den reichsten Gegenden Italiens und ist eine bedeutende Wirtschaftsregion in Europa.
Kultur In Turin und Susa findet man interessante Spuren der romanischen Kultur (in Susa besonders sehenswert das Savoyertor, ein altes spätrömisches Tor). Die religiös motivierte gotisch-romanische Architektur der Region ist besonders beeindruckend: die Klosterkirche Vezzolano, die Sacra di San Michele, die Abtei di Staffarda, St. Antonio di Ranverso, St. Andrea in Vercelli und andere Kirchen in Saluzzo, Chieri und Ciriè.
Der Barock hat das Bild vieler piemonter Städte nachhaltig geprägt. In Turin finden sich die schönen Schlösser und Residenzen der Herzöge von Savoyen, die zum Unesco Weltkulturerbe gehören. Das Mole Antonelliana, welches 1880 nach Plänen von Alessandro Antonelli fertiggestellt wurde, beherbegt heute das nationale Filmmuseum.
Aktivitäten
Besichtigen Sie in Turin das königliche Waffenarsenal und das Ägyptische Museum, welches nach Kairo als das zweitbedeutenste der Welt gilt. In der Galleria Sabauda finden Sie Gemälde der piemonter, holländischen und flämischen Schule sowie imposante Werke u.a. von Beato Angelico und das Pollaiolo. Das Borgogna Museum in Vericelli stellt Werke lokaler Renaissance Maler aus.
In Alessandria sind das Museo Civico und die Pinacoteca einen Besuch wert. Gemälde aus dem 15. und 18. Jhdt. können Sie in der Kunstgalerie von Asti bestaunen. Lokaler Geschichte und Kunsttradition ist das Museo Civico in Cuneo gewidmet. In Novara finden Sie ein interessantes Epigraphisches Museum in der alten Kathedrale.
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